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Aktuelle Nachrichten

• 2. September 2010 - Hansestadt Stendal

„Service light – Raumpioniere in schrumpfenden Regionen“ Symposium der IBA Stadtumbau 2010
der demografische Wandel hat weitreichende Folgen für das Leben in den Städten und Regionen. Allein das Land Sachsen-Anhalt hat seit 1989 etwa 17 Prozent seiner Einwohner verloren – und die Abwanderung ist noch immer nicht gestoppt. Besonders hart trifft es ländliche Gebiete, die ohnehin schon dünn besiedelt sind und gewohnte Versorgungsstandards nur schwer aufrecht erhalten können. Regionen wie die Altmark benötigen deshalb neue Modelle der Daseinsvorsorge – von der Schulbildung über technische Infrastruktur (Energie, Wasser) bis zum Gesundheitswesen.

Im Rahmen eines Symposiums der IBA Stadtumbau 2010 geht es am Donnerstag, dem 2. September 2010, einen Tag lang um jene Vorreiter, die sich in dünn besiedelten Regionen engagieren oder ihre Daseinsvorsorge gleich selbst in die Hand nehmen.

Unter dem Titel „Service light – Raumpioniere in schrumpfenden Regionen“ beschäftigt sich die Veranstaltung in der Hansestadt Stendal unter anderem mit folgenden Fragen: Wie können in den Bereichen technische Versorgung, Mobilität, Gesundheit, Bildung und Kultur andere, angemessene Standards gesetzt werden, und welche Modelle und Ideen lassen sich auf die Region der Altmark übertragen? Das Symposium bietet Raumpionieren ein Podium für ihre Ideen und die Präsentation bereits bewährter Projekte. Gemeinsam mit ihnen möchten wir über die neuen Wege der Selbstversorgung diskutieren, die durch Schrumpfung notwendig werden.

In Form von Kurzpräsentationen mit anschließend moderierten Gesprächen berichten die Akteure von ihren praktischen Erfahrungen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Technische Infrastruktur, Mobilität, Gesundheit, Bildung und Kultur. Die Diskussion zielt auf die Chancen von Umstrukturierungen und deren Umsetzung.

Über Ihre Teilnahme am Symposium würden wir uns sehr freuen. Bitte beachten Sie dazu das ausführliche Veranstaltungsprogramm im Anhang dieser Nachricht.

Die Veranstaltung findet im Musikforum Katharinenkirche, Am Schadewachten 48, in der Hansestadt Stendal statt.

Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir Sie um eine formlose Anmeldung unter info@iba-stadtumbau.de. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen unter 0340 / 65 08 207 gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. Gern können Sie diese Information an Ihnen bekannte Interessenten weiterleiten.

Maren Franzke, Pressereferentin der IBA-Büro GbR

–> 100902ProgrIBA-Symposium-Stendal.pdf 100902ProgrIBA-Symposium-Stendal.pdf  (~ 97 kb)
 

• 12. September 2010 - Bundesrepublik Deutschland

Tag des Offenen Denkmals

Informieren Sie sich unter http://www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm/ über die Veranstaltungen bei Ihnen in der Nähe!

 

• 14./15. Oktober, Hopetoun House bei Edinburgh

Konferenz über das Phänomen "Prunkbett"
Die wegen der Vulkanaschenwolke von April auf Oktober verschobene Konferenz behandelt die Untersuchung und Konservierung von historischen Textilien und Möbeln am Beispiel von Prunkbetten. Sie findet im Rahmen der Hopetoun Master Classes statt. Programm und Anmeldeformular siehe unten oder www.hopetoun.co.uk

–> StateBedConfProgrHopetounOctober2010.pdf StateBedConfProgrHopetounOctober2010.pdf  (~ 624 kb)
–> StateBedConfBookingOct2010.pdf StateBedConfBookingOct2010.pdf  (~ 53 kb)
 

• Entscheidung 34COM7B.87

zum Welterbe Oberes Mittelrheintal
der 34. Welterbekonferenz in Brasilia

Mit den Folgen einer Brückenplanung im Welterbe Oberes Mittelrheintal wird sich ICOMOS auch in Zukunft auseinandersetzen. Hier der Wortlaut der Entscheidung des Welterbekomitees in Brasilia.

–> WHC34EntscheidungMittelrheintal.pdf WHC34EntscheidungMittelrheintal.pdf  (~ 62 kb)
 

• Brückenprojekt gefährdet das Welterbe Oberes Mittelrheintal

In wenigen Tagen wird das Welterbekomitee der UNESCO in Brasilia tagen und sich unter anderem nochmals mit dem Vorhaben der Landesregierung von Rheinland-Pfalz beschäftigen, im Bereich des Welterbes „Oberes Mittelrhein“ eine Brücke zu bauen. Als Übergang ist ausgerechnet der schönste Teil des Rheintals im Bereich St. Goar-St. Goarshausen – genauer Fellen-Wellmich – vorgesehen, eine Lösung, die vom Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS schon seit Jahren mit Nachdruck abgelehnt wird. Diese Ablehnung wird mit den – vor allem visuellen – Eingriffen in die einzigartige Kulturlandschaft begründet. ICOMOS ist aber auch der Auffassung, dass das Brückenprojekt im Welterbegebiet nicht den Interessen der Talbewohner gerecht werden kann und dass es dazu sinnvolle Alternativen gäbe.

Die Landesregierung beklagt, dass auf 84 km Stromlänge – zwischen Bingen und Koblenz – kein Brückenübergang besteht; die vorhandenen Fähren seien nicht in der Lage, den Verkehr zu bewältigen und seien auch nicht mehr zeitgemäß. Nach Ansicht von ICOMOS gehört gerade die Tatsache, dass auf dieser Strecke des Rheins keine Brücke vorhanden ist, zum besonderen Charakter dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Eine feste Querung durch Brücke – aber auch durch Tunnel – würde dem genius loci des durch das Tal drängenden mächtigen Strom zuwider laufen.

Der von der Landesregierung festgelegte Standort einer Brücke zwischen Fellen und Wellmich berührt nach Ansicht von ICOMOS massiv die visuelle Integrität des Welterbes, das hier insbesondere auf der rechten Rheinseite – in Wellmich – hohe Qualitäten aufweist. Die Ortschaft zeichnet sich durch eine noch gut erhaltene, historische Struktur aus, akzentuiert durch die mittelalterliche Kirche mit dem mächtigen Turm und überragt von steilen Felshängen und der Burg „Maus“: insgesamt ein besonders eindrucksvolles Beispiel der Elemente, die das Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ ausmachen. Jede Brücke, die sich vor dieses Bild schiebt, würde es beschädigen und entwerten, auch wenn ihr Entwurf im Wettbewerb von 2009 einen ersten Preis errungen hat. Entscheidend sind die notwendigerweise maßstabsprengenden Dimensionen, die das Bauwerk haben wird, welches den gesamten Strom überspannen und eine erhebliche Höhe erreichen soll. Diese Dimensionen sind in den veröffentlichten Darstellungen des Entwurfs kaum nachvollziehbar.

Der Brückenstandort ist darüber hinaus sehr nah an das bedeutende Naturreservat bei Ehrental gerückt; auch aus der Sicht des Naturschutzes sind erhebliche Beeinträchtigungen und Störungen zu erwarten.

Was die Fähren betrifft, so gehören sie seit Jahrtausenden zum Rhein und sind Zeugnis der Verkehrs- und Kulturgeschichte des Welterbes, so wie die Schifffahrt auf dem Strom. Der Bau der Brücke Fellen-Wellmich wird mit Sicherheit das Ende von drei Fähren (Boppard-St. Goarshausen/ St. Goar – Kaub, vielleicht auch der Standort Lorch) bedeuten, die Zentralisierung der Übergänge auf eine Brücke allein wird die Fahrstrecken für viele Rhein-Anlieger verlängern und erhebliche Schwierigkeiten für den nicht-motorisierten Personenkreis bedeuten, für die Schüler etwa oder die Rad- und Fußwanderer. Als Folge sind zusätzliche Bustransporte zu erwarten.

Von der Landesregierung wird der in Abend- und Nachtzeiten eingeschränkte Betrieb der Fähren als großer Nachteil gegenüber einem festen Übergang genannt: Dies ist richtig, ließe sich aber durch die Einbeziehung der Fähren in den Nahverkehrsverbund korrigieren – mit einem Ausgleich für die Fährbetreiber für den Betrieb in den nachfrage-armen Zeiten. Leider hat die Landesregierung – nach glaubwürdiger Aussage der Fährbetreiber – keinen Kontakt mit ihnen gesucht und keinen Versuch eines Interessenausgleichs unternommen.

Was die Kapazität betrifft, so ist anzumerken, dass die drei Fähren in Boppard, St. Goarshausen / St. Goar und Kaub zusammen im Jahresschnitt 1100 Fahrzeuge pro Tag transportieren und dabei bei weitem nicht ausgelastet sind; auch ließe sich der Fährbetrieb relativ leicht noch intensivieren, wenn die Nachfrage vorhanden wäre. Woher die von der Landesregierung prognostizierte Anzahl von 7.000 Fahrzeugen pro Tag als Richtwert für die Brücke stammt, bleibt unklar. Es geht bei der Bevorzugung einer festen Rheinquerung offenbar weniger um die Talbewohner und die Besucher des Welterbes, als um die Interessen von Gewerbetreibenden vor allem im rechtsrheinischen Landkreis Rhein-Lahn, die ohne Brücke Umwege zur A61 in Kauf nehmen müssen. Dabei dürfte das Hauptproblem nicht die Fähren sein, sondern die Ableitung des Verkehrs aus dem Rheintal (Fellen) zur A61 über nicht ausreichend ausgebaute Straßen mit engen Ortslagen und den zu niedrigen Bahnunterführungen. Eine Diskussion über den mit dem Brückenprojekt notwendigerweise verbundenen Straßenausbau ist bisher von der Landesregierung vermieden worden.

Es spricht also – unabhängig von der drohenden visuellen Beeinträchtigung des Welterbes – sehr vieles für die Beibehaltung und für den Ausbau des dezentralisierten Fährverkehrs statt eines „festen Übergangs“.

Giulio Marano
Sprecher der Monitoring-Gruppe von ICOMOS
München, 23. Juli 2010

 

• ICOMOS-Pressemitteilung vom Mai 2009 zur geplanten Brücke am Mittelrhein

Attentat auf das Welterbe Rheintal
Am 13. Mai werden die Preisträgermodelle des internationalen Architektenwettbewerbs zum Bau einer Brücke im Oberen Mittelrheintal in Berlin in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz vorgestellt.
Das seit 2002 in der Liste des Weltkulturerbes verzeichnete Obere Mittelrheintal war schon im 19. Jahrhundert Ziel von Reisenden aus ganz Europa und hat immer wieder Dichter, Maler und Musiker inspiriert (Heine, Turner, Schumann etc.). Gerade der zentrale Abschnitt des Durchbruchtals im Bereich St. Goar und St. Goarshausen erfüllt in besonderer Weise die Vorstellungen vom malerisch-romantischen Rheintal mit dem Loreleyfelsen als bedeutendstem Ort rheinischer Mythologie.
Der bereits Ende April der Presse vorgestellte Sieger im Architektenwettbewerb zum Bau einer Brücke im Mittelrheintal, Entwurf einer irischen Planungsgesellschaft (Heneghan Peng Architects, Arup Consulting Engineers sowie Mitchell Associates), ein „elegantes Bauwerk“ in S-Form mit gewaltigen Rampen, das sich angeblich „harmonisch in die Flusslandschaft einfügt“, begeistert nicht nur den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hendrik Hering sondern auch „Welterbe-Staatssekretär“ Hofmann-Göttig, der beruhigend erklärt hat, „man wolle die UNESCO nicht provozieren“. Trotz des negativen Urteils einer ICOMOS/UNESCO-Mission im Februar 2008 sieht das Land Rheinland-Pfalz (dank der hervorragenden Lobbyarbeit von Dr. Bernd Freiherr von Droste zu Hülshoff bei der 32. Sitzung des Welterbekomitees in Quebec - s.a. diesen Link) bereits grünes Licht für die Bauarbeiten, die 2015 beginnen sollen, und die Landräte der Landkreise Rhein-Hunsrück und Rhein-Lahn sind endlich zufrieden über diesen „wichtigen Meilenstein für die Brücken-Realisierung“ (so laut Rheinzeitung „Welterbezwecksverbandsvorsitzender“ Landrat Bertram Fleck).
Die angeblich an die 50 Millionen Euro teure Brücke, die als Querverbindung für die entlang des Rheins verlaufenden Bundesstraßen B 9 und B 42 auch der überregionalen Anbindung an die großen Verkehrsachsen A 3 und A 61 dient und nebenbei den Flughafen Hahn an die rechte Rheinseite anbindet, wird das bereits jetzt durch den Verkehr stark in Mitleidenschaft gezogene Rheintal zweifellos zusätzlich belasten. Das Projekt greift jedenfalls ganz erheblich in die von der besonderen geografischen Situation geprägte, seit Jahrhunderten auf rund 60 km Länge ohne feste Flussquerung auskommende historische Verkehrslandschaft ein und ruiniert zugleich die traditionellen Rheinfähren, die als wesentlicher Bestandteil der Welterbestätte zu betrachten sind. Die 2008 vom Welterbekomitee in Quebec geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung wurde vom Land Rheinland-Pfalz wieder bei Cochet Consult in Auftrag gegeben, die dabei auf ihre gemeinsam mit dem „Landesbetrieb Mobilität“ (Straßenbauamt) erarbeiteten alten Gutachten vom Mai 2006 und Februar 2009 zurückgreifen können. Da das bisher nur in deutscher Fassung existierende umfangreiche Gutachten die kritischen Konsequenzen für das Kultur- und Naturerbe wohl nicht ganz übersehen konnte, liegt bisher nur eine im Wesentlichen auf Verkehrsfragen beschränkte englische Kurzfassung vor, mit der die Landesregierung das Projekt der UNESCO „unterjubeln“ möchte. Unter diesen Umständen ist das vorliegende Papier kaum geeignet, die vom Welterbekomitee geforderte Umweltverträglichkeitsprüfung für eine Rheinquerung im Bereich St. Goar / St. Goarshausen zu ersetzen.
Für ICOMOS hat Prof. Dr. Michael Petzet, bis Ende letzten Jahres Präsident von ICOMOS International und inzwischen Ehrenvorsitzender des Weltverbands, mehrfach gegen das Projekt Stellung genommen (u. a. ein Gutachten vom 6. November 2007, abgedruckt in Heritage at Risk 2006/2007, S. 67ff, siehe www.international.icomos.org/risk/index.html) und auf die drohenden Gefahren für die Integrität der einzigartigen Kulturlandschaft hingewiesen. Petzet spricht von einem „Attentat auf das Rheintal“.
Auch die Loreley blickt in der dieser Pressenotiz beigegebenen Darstellung von F. Keller (1875) in tiefer Sorge auf das den Genius Loci, den authentischen Geist des Rheintals gefährdende preisgekrönte irische Projekt. Aber was das von der Regierung von Rheinland-Pfalz mit allen Mitteln vorangetriebene Projekt wirklich bedeutet, kann vielleicht besser als mit Worten der dieser Pressenotiz ebenfalls beiliegende Stich von Gabriel Bodenehr (gegen 1720) verdeutlichen, der Blick von der Loreley auf die Region St. Goar / St. Goarshausen mit Burg Rheinfels und den Burgen Katz und Maus.
Anlässlich des 150. Todestages von Alexander von Humboldt, der um 1800 als erster den Begriff „Naturdenkmal“ definiert hat, werden ICOMOS Deutschland und ICOMOS Kanada Anfang Oktober nahe der Loreley ein kleines internationales Symposium „Monuments of Nature“ veranstalten, das vielleicht mit einer Protestaktion gegen die geplante Zerstörung der Kultur- und Naturlandschaft Oberes Mittelrheintal verbunden werden könnte.

–> 090511PressemitteilungICOMOS_Rheintal.pdf 090511PressemitteilungICOMOS_Rheintal.pdf  (~ 278 kb)
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Blick von der Loreley auf die Region St. Goar / St. Goarshausen mit Burg Rheinfels und den Burgen Katz und Maus (um 1720)

• Protest gegen drohende Novellierung des sächsischen Denkmalschutzgesetzes

In einem offenen Brief hat ICOMOS Deutschland - ebenso wie der Deutsche Kunsthistorikerverband und die Vereinigung der Landesdenkmalpfleger - gegen den kürzlich vorgelegten Entwurf zu einer Novellierung des sächsischen Denkmalschutzgesetzes erhebliche Bedenken erhoben.
In den Anlagen finden Sie die Schreiben von ICOMOS Deutschland, des Kunsthistorikerverbands(s.a. dessen Website) und der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger an Ministerpräsident Tillich

–> 100531OffenerBriefICOMOS.pdf 100531OffenerBriefICOMOS.pdf  (~ 58 kb)
–> 100601BfOffener BfVereingLandesdenkmPfl.pdf 100601BfOffener BfVereingLandesdenkmPfl.pdf  (~ 41 kb)
–> 100526OffenerBriefVDK.pdf 100526OffenerBriefVDK.pdf  (~ 98 kb)
 

• Conservation or Managing Change?

Anlässlich der Konferenz "Conservation Turn - Return to Conservation: Challenges and Chances in a Changing World" (Prag und Ceský Krumlov, 5.-9. Mai 2010) hat Michael Petzet, der Präsident des Deutschen Nationalkomitees, mit einem Referat "Conservation or Managing Change?" in die allgemeine Diskussion zum umstrittenen Thema "tolerance for change" eingeführt.
Den Wortlaut des Referats finden Sie in der unten stehenden PDF:

–> Petzet_DiscussionPaper.pdf Petzet_DiscussionPaper.pdf  (~ 55 kb)
 

• 25.-27. November 2010, Tagung in Baden-Baden

Europäische Kurstädte und Modebäder des 19. Jahrhunderts
Weltbäder als Welterbe? – im 19. Jahrhundert gibt es in Europa eine Handvoll Orte, die sich zu Kommunikationszentren für eine internationale Klientel entwickeln: Adel und Bürger, Industrielle und Künstler, Gesunde und Kranke suchen diese Orte jährlich für mehrere Wochen und Monate auf und prägen mit ihren Ansprüchen und Interessen das gesellschaftliche Leben: Kurhäuser, Casinos, Musikpavillons, Grand-Hotels, Villen, Gesellschaftsbäder, Pferderennbahnen, Sportplätze, Bergbahnen – dies alles entsteht im Wechselverhältnis von Angebot und Nachfrage. Zugang hat jeder, der es sich leisten kann.
Die Fachtagung „Europäische Kurstädte und Modebäder des 19. Jahrhunderts“ in Baden-Baden möchte das Profil und die Bedeutung dieser international geprägten Kurstädte untersuchen. Das Hauptaugenmerk der Vorträge liegt deshalb auf der vergleichenden Analyse: Was sagen die Kurstädte über die gesellschaftlichen
Verhältnisse und Veränderungen im 19. Jahrhundert aus? Inwieweit nehmen sie das Europa des 20. Jahrhunderts vorweg? Gibt es zeitgleich an unterschiedlichen Orten dieselben Phänomene? Wo liegen die Unterschiede? Gibt es eine typische Physiognomie der Kurstädte? In welchem Verhältnis stehen immaterielles und materielles Kulturerbe?
Mehrere Kurstädte in Europa denken aktuell über einen Antrag zur Aufnahme in die UNESCO-Welterbeliste nach. Mit der Fachtagung soll ein erster Impuls für eine gemeinsame Bewerbung
gegeben werden.
Das Programm der Tagung finden Sie hier und weitere Informationen auf der website desLandesamt für Denkmalpflege Baden Württemberg

–> flyer.pdf flyer.pdf  (~ 1183 kb)
–> Programm englisch.pdf Programm englisch.pdf  (~ 597 kb)
–> Programm französisch.pdf Programm französisch.pdf  (~ 598 kb)
 

• 14-16 April 2011, Innsbruck

On the Surface: The Heritage of Mines and Mining
Internationale Konferenz des Centre for Tourism and Cultural Change (CTCC)

From pre-historic times to the present, the Earth has been mined for a vast variety of minerals and geological materials. The metals and stones extracted from under the earth’s surface have defined historical periods, helped to create towns and cities, stimulated economies, patterned international trade routes, been at the centre of conflicts, have shaped communities and have permeated a great deal of social and cultural life. From simple holes in the ground to vast industrial underground and overground complexes, and from coal to diamonds, mining has shaped landscapes and lives.



When resources run out, or when the costs of extraction have become prohibitive, mines close and we are left not only with the physical structures of mining but with extensive social, cultural and environmental legacies. Within the developed world, the transition from productive to consumptive economies continues to raise questions not only about how we deal with the material remains of mining, but with the processes of social and economic change and with more intangible notions of collective memory forged in human activities underground.



The focus of this conference is upon the heritage of mining and the extractive industries; the physical sites and the social legacies left on the Earth’s surface. Some former mines, mining landscapes and communities have gained heritage status and have become popular tourist attractions while others lie abandoned as pertinent and problematic markers of a changed world. This international, multidisciplinary conference seeks to critically examine the powerful and on-going fascination with mining and how mining heritage now plays an important role in wider agendas of economic and cultural development.



The Centre for Tourism and Cultural Change, Leeds Metropolitan University UK, in partnership with the Department of History and European Ethnology, University of Innsbruck, Austria, welcome abstracts from a variety of disciplines and fields including: architecture, art history, history, sociology, anthropology, ethnology, cultural studies, geography, tourism studies, museum studies, archaeology, ethnology, linguistics and economics. Indicative themes of interest to the Conference include:



· Histories and ethnographies of former mining communities

· Issues of preserving and managing mining heritage sites

· Mining for tourists – visitor experiences of mining heritage

· Interpreting and representing former mining activity

· Legacies and linkages with the contemporary mining sector

· Mining labour - mobilities and mining diaspora

· Memory, identity and belonging in former mining communities

· The languages of mining communities

Weitere Informationen unter http://www.tourism-culture.com/conferences_and_events.html

 

• Beiträge des ICOMOS-Workshops "European Heritage Label und Weltkulturerbe"

In der Sektion Denkmalpflege von
www.kunsttexte.de finden Sie die Beiträge des ICOMOS-Workshops "European Heritage Label und
Weltkulturerbe", der am 20./21. November 2009 in Berlin stattfand.
Link zu den einzelnen Beiträgen

 

• 6. NEUERSCHEINUNG

Jörg Haspel (Hrsg.)

Welterbe weiterbauen –
St. Petersburg und Berlin-Potsdam


Wegen ihrer herausragenden universellen Bedeutung stehen sie unter dem Schutz der UNESCO Welterbekonvention, die die Bundesrepublik Deutschland schon 1976, die DDR und die UdSSR 1988 unterschrieben haben. Als »Erbe der ganzen Menschheit« sind seitdem über 50 einzigartige Kultur- und Naturstaetten in der erweiterten Bundesrepublik und auf dem Gebiet der heutigen Russischen Föderation in die Welterbeliste eingetragen worden.

Im Auftrag des Petersburger Dialogs haben ICOMOS Russland und ICOMOS Deutschland die Welterbekomplexe in den Metropolenregionen St. Petersburg und Berlin-Potsdam unter die Lupe genommen. Konservatoren und Museumsexperten, Architekten und Stadtplaner stellen die weitläufige Welterbelandschaft der beiden traditionsreichen Metropolen vor und vergleichen in Fallstudien die Konfliktlagen und Lösungansaetze, die sich für die Verantwortlichen aus den Erhaltungsverpfichtugen und Modernsierungsbestrebungen in den Welterbestädten St. Petersburg und Berlin sowie Potsdam ergeben.

ICOMOS – HEFTE DES DEUTSCHEN NATIONALKOMITEES XLIX
1. Auflage 2010, 184 Seiten, russisch, deutsch, zahlreiche Abbildungen, brosch., 21,0 x 29,7 cm, Euro 19,80, ISBN 978-3-930388-57-8

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• 5. NEUERSCHEINUNG

Jörg Haspel (Hrsg.)

Das architektonische Erbe der Avantgarde
in Russland und Deutschland


Unter den Zeitgenossen sorgten sie europaweit für Aufsehen, die Visionen und Bauwerke, mit denen die Architekten der russischen Avantgarde nach der Oktoberrevolution einen Beitrag zum Aufbau einer Neuen Welt und zur Erziehung eines Neuen Menschen leisten wollten. Der eigenwillige Doppelzylinder, in dem Konstantin Melnikov sein legendäres Wohnstudio und Arbeitsatelier in Moskau unterbrachte, gehört dazu, ebenso Vladimir Schuchovs in ein filigranes Netzwerk aufgelösten Funktürme oder Jakob Tschernichovs konstruktivistische Fabrik »Roter Nagel« in St. Peterburg. Kollektiv- und Kommunewohnhäuser, Arbeiterclubs als soziale Kraftwerke oder die hochrationalisierte Brotfabrikfabriken stehen für die neuen Bautypen, die die Revolution hervorgebracht hatte. Le Corbusier ließ sich auf dem Weg zu »Modulor« und »Wohnmaschine« von Entwurfsideen und Architekturexperimenten der Architektur-Avantgarde in der Sowjetrussland inspirieren, Erich Mendelsohn, Ernst May oder Bruno Taut reisten und arbeiten in die UdSSR.

Heute gelten viele Avantgardebauten in Russland als denkmalschutzwürdig, noch mehr sind vernachlässigt und gefährdet. Der Petersburger Dialog hat Experten aus Russland und Deutschland eingeladen, um das gemeinsame Erbe der Avantgarde und Strategien der Erhaltung und Erschließung der Moderne in Russland vorzustellen. Die vorliegende ICOMOS Veröffentlichung dokumentiert die Expertenbeiträge und zieht ein Resümee für deutsch-russische Kooperationsprojekte.

ICOMOS – HEFTE DES DEUTSCHEN NATIONALKOMITEES XLVIII
1. Auflage 2010, 168 Seiten, russisch, deutsch, zahlreiche Abbildungen, brosch., 21,0 x 29,7 cm, Euro 19,80, ISBN 978-3-930388-58-5

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• 4. NEUERSCHEINUNG

Erwin Emmerling (Hrsg.): Toccare – Non Toccare
ICOMOS • Hefte des Deutschen Nationalkomitees XLVII


''Non Toccare'' ist ein unter Restauratoren berühmtes Schlagwort aus der italienischen Restaurierungspraxis: Man soll das Denkmal, das Kunstwerk nicht anrühren (toccare), soll es in seinem ursprünglichen oder bereits reduzierten Zustand belassen statt es zu konservieren, restaurieren oder gar zu renovieren. In diesen für den Erfolg denkmalpflegerischer Maßnahmen nicht unwichtigen Fragen geht es um die Erhaltung unterschiedlicher Denkmalwerte, z. B. ''Alterswert'' gegen ''Gebrauchswert'' oder authentische Substanz und authentische Form (Ergänzung, Rekonstruktion?); es geht um unterschiedliche Methoden, um konservieren oder restaurieren. Zu diesen Fragestellungen fand im Dezember 2007 in München eine gemeinsam von ICOMOS Deutschland, dem Architekturmuseum und dem Lehrstuhl für Restaurierung, Kunsttechnologie und Konservierungswissenschaft der Technischen Universität München veranstaltete internationale Tagung statt. Deren Ergebnisse liegen nun in diesem Band vor.

1. Aufl. 2009, 242 Seiten, zahlreiche Farb- und Schwarzweißabbildungen, brosch., 21,0 x 29,7 cm, Euro 24,80, ISBN 978-3-935643-46-7

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• 3. NEUERSCHEINUNG

Michael Petzet: International Principles of Preservation
Monuments and Sites XX

Angesichts der gewaltigen Aufgabenfülle bei der Bewahrung der Vielfalt des historischen Erbes besteht die Gefahr, dass die für die Denkmalpflege auf internationaler Ebene allgemein verbindlichen grundsätzlichen Vorstellungen nicht beachtet werden. Die Publikation ist eine aus der Praxis entwickelte Darstellung denkmalpflegerischer Grundsätze auf nationaler und internationaler Ebene. Ziel ist die Anwendung dieser Grundsätze sowohl im Bereich des traditionellen Handwerks wie im Bereich der modernen Konservierungswissenschaften. Ergänzt werden die auf der jahrzehntelangen, weltweiten Erfahrung als Denkmalpfleger basierenden Ausführungen Michael Petzets durch die wichtigsten internationalen Chartas und Resolutionen zu Fragen des Denkmalschutzes.

1. Auflage 2009, 108 Seiten, 3 Abbildungen, brosch., 21,0 x 29,7 cm, Euro 19,80, ISBN 978-3-930388-54-7

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• 2. NEUERSCHEINUNG

The Giant Buddhas of Bamiyan
Safeguarding the Remains
Monuments and Sites XIX

Die Publikation präsentiert die bisherigen Arbeitsergebnisse bei der Sicherung der Reste der weltberühmten Buddhastatuen von Bamian, die 2001 von den Taliban gesprengt wurden. Seit 2002 hat sich ein Team von ICOMOS Deutschland in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und der TU München um die Bergung und Dokumentation der Fragmente dieser im 6./7. Jahrhundert n. Chr. entstandenen Hauptwerke der Gandhara-Epoche bemüht. Die Veröffentlichung zeigt die bei dieser spektakulären Rettungsmaßnahme entwickelten Konservierungsmethoden und eröffnet neue Perspektiven für die Fortführung der bisher im Rahmen der Kulturhilfe für Afghanistan vom Auswärtigen Amt geförderten Maßnahme.

1. Auflage 2009, ca. 250 Seiten, brosch., 21,0 x 29,7 cm, Euro 19,80, ISBN 978-3-930388-55-4

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• 1. NEUERSCHEINUNG

Cultural Heritage of Astronomical Observatories
From Classical Astronomy to Modern Astrophysics
Monuments and Sites XVIII


Die Publikation stellt die Ergebnisse einer von ICOMOS mit Stadt und Universität Hamburg veranstalteten internationalen Tagung vor und ist gleichzeitig ein Beitrag zum Internationalen Jahr der Astronomie (2009). Ausgehend von der seinerzeit bahnbrechenden Anlage der Sternwarte in Hamburg-Bergedorf (1906–12) präsentiert die Publikation eine breite Auswahl von Observatorien des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in Europa sowie in Südamerika, Südafrika, Indien und den USA, die ebenfalls wegweisend für die moderne Astrophysik waren.

1. Auflage 2009, 380 Seiten, brosch., 21,0 x 29,7 cm, Euro 19,80, ISBN 978-3-930388-53-0

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• "Heritage and Beyond"

Publikation des Europarats
kann mittels beiliegendem Bestellschein beim Europarat bestellt werden.

NICHT bei ICOMOS erhältlich!

–> HeritageAndBeyond_Bestellung.pdf HeritageAndBeyond_Bestellung.pdf  (~ 49 kb)
 

• ab 1. Januar 2010

NEUE ADRESSE
der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS

Maximilianstraße 6
80539 München


Alles andere bleibt wie zuvor:
Postfach 100517
80079 München

Tel.: 0049(0)89/ 24223784
Fax: 0049(0)89/ 24219853

icomos@icomos.de
michael.petzet@icomos.de
john.ziesemer@icomos.de

–> Maximilianstr6.pdf Maximilianstr6.pdf  (~ 288 kb)
 

• Neuer Vorstand von ICOMOS Deutschland

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS hat am 20. November 2009 in Berlin Prof. Dr. Michael Petzet erneut zum Präsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident ist der Berliner Landeskonservator Prof. Dr. Jörg Haspel. Generalsekretär von ICOMOS Deutschland bleibt wie bisher Dr. Werner von Trützschler.

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung, die mit einem Workshop zum Thema "European Heritage Label und Weltkulturerbe" verbunden war, wurde auch eine größere Zahl neuer Mitglieder aufgenommen, so dass das Deutsche Nationalkomitee jetzt 285 individuelle und sechs institutionelle Mitglieder hat.

 



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