Archiv - Bulletins


Regensburger OB wird Sprecher des AK UNESCO-Welterbe Altstädte des Deutschen Städtetages



ICOMOS-Pressekonferenz, Berlin, 15. April, 11 Uhr

Präventives Welterbe-Monitoring in Deutschland / Neueste Publikationen von ICOMOS Deutschland

ICOMOS Deutschland nimmt den Internationalen Denkmaltag (eigentlich 18. April, wegen Feiertag findet die Veranstaltung bereits am 15. April statt) zum Anlass, um über den aktuellen Erhaltungszustand und über Gefährdungspotenziale von kulturellen Welterbestätten in Deutschland zu berichten. Des Weiteren werden die neuesten, teils unmittelbar damit im Zusammenhang stehenden Publikationen vorgestellt.

Nähere Informationen entnehmen Sie der angehängten Presseeinladung.

Anlässlich der Pressekonferenz gab ICOMOS Deutschland auch eine Presse-Mitteilung heraus.




Buchpräsentation in Dresden

»Wandmalereien in Krypten, Grotten, Katakomben. Zur Konservierung gefasster Oberflächen in umweltgeschädigten Räumen« in der Reihe ICOMOS – Hefte des Deutschen Nationalkomitees, Band LVI – am Mittwoch, den 02. April 2014, 11:00 Uhr, in der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Brühlsche Terrasse 1, Raum 207, 01067 Dresden

Presseeinladung (PDF)




ICOMOS Deutschland gratuliert Michael Petzet zum Karl-Friedrich-Schinkel-Ring 2013

Michael Petzet, von 1988 bis 2012 Präsident von ICOMOS Deutschland und von 1999 bis 2008 Präsident von ICOMOS International, wurde am 28. Oktober 2013 in Berlin der Karl-Friedrich-Schinkel-Ring des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, die höchste Denkmalpflegeauszeichnung in Deutschland, verliehen.

In der Begründung für die Auszeichnung heißt es: „Professor Dr. Michael Petzet [erhält den Karl-Friedrich-Schinkel-Ring] für sein vorbildhaftes und jahrzehntelanges Wirken, seinen Einfallsreichtum, seinen umfassenden, persönlichen und couragierten weltweiten Einsatz, der ihn zu einem allseits anerkannten fachlichen Gewissen der Denkmalpflege mit internationalem Ansehen hat werden lassen. Zahlreiche Denkmale verdanken ihre Rettung der Ausdauer und den mit Leidenschaft vorgetragenen Argumenten von Herrn Professor Petzet, ohne dass er dabei den Bezug zur Realität ihrer Erhaltungsbedingungen verlor.“

Weitere Details zur Begründung der Preisverleihung finden Sie auf der Website des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz: http://www.dnk.de/denkmalschutz_preise/n2393




15.7.2013 -- Interview mit dem Präsidenten von ICOMOS, Prof. Dr. Jörg Haspel

Klicken Sie auf den Link und lesen Sie dort ein ausführliches Interview mit Prof. Haspel zu den Aufgaben und Zielen von ICOMOS.

http://www.welterbeprogramm.de/cln_030/

 




5. Juli 2013 -- Vereinbarung zwischen DUK und ICOMOS DE

Am 5. Juli 2013 wurde zwischen der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK) und dem Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS eine Vereinbarung zur Intensivierung und besseren Koordinierung ihrer Zusammenarbeit im Rahmen des Monitoring der deutschen Welterbestätten geschlossen. Die Vereinbarung finden Sie in der angehängten PDF-Datei.




2.5.2013 -- Petition zum Chemnitztalviadukt

ICOMOS bittet Sie, sich an der Online-Petition gegen den drohenden Abbruch des Chemnitztalbahnviadukts zu beteiligen.

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-des-historischen-chemnitztalviadukts-in-der-chemnitzer-innenstadt-nein-zum-neubau

Genaueres zu diesem wichtigen und seltenen historischen Beispiel der Ingenieurbaukunst in Deutschland finden Sie in der Anlage.





12.4.2013 -- Michael Petzet wird 80

Hochgeladene Bilddatei
 
Michael Petzet feiert am 12. April 2013 seinen 80. Geburtstag. Er war bayerischer Generalkonservator von 1974 bis 1999, deutscher ICOMOS-Präsident von 1989 bis 2012 und Weltpräsident von ICOMOS International von 1999 bis 2008, ist seitdem Ehrenpräsident von ICOMOS International, Mitglied des Exekutivkomitees von ICOMOS auf Lebenszeit und Mitglied der ICOMOS Academy und seit 2012 auch Ehrenpräsident von ICOMOS Deutschland. Der Denkmalpflege hat Michael Petzet im letzten Vierteljahrhundert nach dem Mauerfall 1989 mit seiner unermüdlichen Initiativkraft deutschlandweit, aber auch international seinen Stempel aufgedrückt.

ICOMOS Deutschland dankt und gratuliert ihm für seine Lebensleistung sehr herzlich und wünscht ihm alles Gute, vor allem viel Kraft und Gesundheit!

Lebenslauf




18.04.2012 - ICOMOS-Pressekonferenz am 18. April 2012 in Berlin

Anlässlich des Internationalen Denkmaltags, der immer am 18. April begangen wird, wird ICOMOS Deutschland zusammen mit dem Landesdenkmalamt Berlin eine Pressekonferenz im Alten Museum auf der Berliner Museumsinsel veranstalten. Dabei geht es um Fragen des deutschen Welterbes sowie um neueste Publikationen, die sich thematisch unmittelbar darauf beziehen.




10.04.2012 - Vereinbarung zwischen Vereinigung der Landesdenkmalpfleger und ICOMOS

Am 10. April 2012 wurde zwischen der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger (VdL) und dem Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS eine Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit im Rahmen des Monitoring der deutschen Welterbestätten geschlossen. Die Vereinbarung finden Sie in der hier stehenden PDF-Datei: VereinbarungVdL_2012.pdf




01.08.2010 - ICOMOS begrüßt Scheitern des Brückenprojekts im Oberen Mittelrheintal

Das in mancher Hinsicht mit dem Fall der Waldschlösschenbrücke in Dresden vergleichbare Attentat auf den Abschnitt des Rheintals nördlich von St. Goar und St. Goarshausen sei trotz der intensiven Lobbyarbeit der Landesregierung Rheinland-Pfalz bei UNESCO und Welterbekomitee nun hoffentlich endgültig gescheitert, erklärt Prof. Dr. Michael Petzet, der Präsident des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS, des internationalen Denkmalrats. Laut Koalitionsvertrag wird die neue Landesregierung das Brückenprojekt, Ergebnis eines Architektenwettbewerbs von 2009, nicht weiter verfolgen und stattdessen den Fährbetrieb auf 24 Stunden ausweiten. ICOMOS hatte schon seit Jahren immer wieder auf die drohenden Gefahren für das Rheintal hingewiesen und eine Verstärkung des seit Jahrhunderten zu dieser einzigartigen Kulturlandschaft gehörigen Fährbetriebs gefordert, statt die bestehenden Fährbetriebe durch die geplante Brücke zu ruinieren. Dem vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz initiierten Aktionsbündnis gegen die neue Rheinquerung hat sich ICOMOS zusammen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Civilscape, der Deutschen Burgenvereinigung, der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Europa Nostra Deutschland, dem Rheinkolleg und der Bürgerinitiative Rheinpassagen angeschlossen. In der Hoffnung, dass der inzwischen vom Welterbekomitee geforderte Managementplan für das Obere Mittelrheintal nun weit bessere Perspektiven für die künftige Entwicklung des Rheintals vorstellen kann, weist ICOMOS auf eine ganze Reihe von Maßnahmen der städtebaulichen Denkmalpflege, die im Rahmen des Investitionsprogramms Nationale Welterbestätten des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung auch am Mittelrhein vorbereitet werden.       




23.07.2010 - Brückenprojekt gefährdet das Welterbe Oberes Mittelrheintal (Stellungnahme vom 23.07.2010)

In wenigen Tagen wird das Welterbekomitee der UNESCO in Brasilia tagen und sich unter anderem nochmals mit dem Vorhaben der Landesregierung von Rheinland-Pfalz beschäftigen, im Bereich des Welterbes "Oberes Mittelrhein" eine Brücke zu bauen. Als Übergang ist ausgerechnet der schönste Teil des Rheintals im Bereich St. Goar-St. Goarshausen – genauer Fellen-Wellmich – vorgesehen, eine Lösung, die vom Deutschen Nationalkomitee von ICOMOS schon seit Jahren mit Nachdruck abgelehnt wird. Diese Ablehnung wird mit den – vor allem visuellen – Eingriffen in die einzigartige Kulturlandschaft begründet. ICOMOS ist aber auch der Auffassung, dass das Brückenprojekt im Welterbegebiet nicht den Interessen der Talbewohner gerecht werden kann und dass es dazu sinnvolle Alternativen gäbe.

Die Landesregierung beklagt, dass auf 84 km Stromlänge – zwischen Bingen und Koblenz – kein Brückenübergang besteht; die vorhandenen Fähren seien nicht in der Lage, den Verkehr zu bewältigen und seien auch nicht mehr zeitgemäß. Nach Ansicht von ICOMOS gehört gerade die Tatsache, dass auf dieser Strecke des Rheins keine Brücke vorhanden ist, zum besonderen Charakter dieser einzigartigen Kulturlandschaft. Eine feste Querung durch Brücke – aber auch durch Tunnel – würde dem genius loci des durch das Tal drängenden mächtigen Strom zuwider laufen.

Der von der Landesregierung festgelegte Standort einer Brücke zwischen Fellen und Wellmich berührt nach Ansicht von ICOMOS massiv die visuelle Integrität des Welterbes, das hier insbesondere auf der rechten Rheinseite – in Wellmich – hohe Qualitäten aufweist. Die Ortschaft zeichnet sich durch eine noch gut erhaltene, historische Struktur aus, akzentuiert durch die mittelalterliche Kirche mit dem mächtigen Turm und überragt von steilen Felshängen und der Burg "Maus": insgesamt ein besonders eindrucksvolles Beispiel der Elemente, die das Welterbe "Oberes Mittelrheintal" ausmachen. Jede Brücke, die sich vor dieses Bild schiebt, würde es beschädigen und entwerten, auch wenn ihr Entwurf im Wettbewerb von 2009 einen ersten Preis errungen hat. Entscheidend sind die notwendigerweise maßstabsprengenden Dimensionen, die das Bauwerk haben wird, welches den gesamten Strom überspannen und eine erhebliche Höhe erreichen soll. Diese Dimensionen sind in den veröffentlichten Darstellungen des Entwurfs kaum nachvollziehbar.

Der Brückenstandort ist darüber hinaus sehr nah an das bedeutende Naturreservat bei Ehrental gerückt; auch aus der Sicht des Naturschutzes sind erhebliche Beeinträchtigungen und Störungen zu erwarten.

Was die Fähren betrifft, so gehören sie seit Jahrtausenden zum Rhein und sind Zeugnis der Verkehrs- und Kulturgeschichte des Welterbes, so wie die Schifffahrt auf dem Strom. Der Bau der Brücke Fellen-Wellmich wird mit Sicherheit das Ende von drei Fähren (Boppard-St. Goarshausen/ St. Goar – Kaub, vielleicht auch der Standort Lorch) bedeuten, die Zentralisierung der Übergänge auf eine Brücke allein wird die Fahrstrecken für viele Rhein-Anlieger verlängern und erhebliche Schwierigkeiten für den nicht-motorisierten Personenkreis bedeuten, für die Schüler etwa oder die Rad- und Fußwanderer. Als Folge sind zusätzliche Bustransporte zu erwarten.

Von der Landesregierung wird der in Abend- und Nachtzeiten eingeschränkte Betrieb der Fähren als großer Nachteil gegenüber einem festen Übergang genannt: Dies ist richtig, ließe sich aber durch die Einbeziehung der Fähren in den Nahverkehrsverbund korrigieren – mit einem Ausgleich für die Fährbetreiber für den Betrieb in den nachfrage-armen Zeiten. Leider hat die Landesregierung – nach glaubwürdiger Aussage der Fährbetreiber – keinen Kontakt mit ihnen gesucht und keinen Versuch eines Interessenausgleichs unternommen.

Was die Kapazität betrifft, so ist anzumerken, dass die drei Fähren in Boppard, St. Goarshausen / St. Goar und Kaub zusammen im Jahresschnitt 1100 Fahrzeuge pro Tag transportieren und dabei bei weitem nicht ausgelastet sind; auch ließe sich der Fährbetrieb relativ leicht noch intensivieren, wenn die Nachfrage vorhanden wäre. Woher die von der Landesregierung prognostizierte Anzahl von 7.000 Fahrzeugen pro Tag als Richtwert für die Brücke stammt, bleibt unklar. Es geht bei der Bevorzugung einer festen Rheinquerung offenbar weniger um die Talbewohner und die Besucher des Welterbes, als um die Interessen von Gewerbetreibenden vor allem im rechtsrheinischen Landkreis Rhein-Lahn, die ohne Brücke Umwege zur A61 in Kauf nehmen müssen. Dabei dürfte das Hauptproblem nicht die Fähren sein, sondern die Ableitung des Verkehrs aus dem Rheintal (Fellen) zur A61 über nicht ausreichend ausgebaute Straßen mit engen Ortslagen und den zu niedrigen Bahnunterführungen. Eine Diskussion über den mit dem Brückenprojekt notwendigerweise verbundenen Straßenausbau ist bisher von der Landesregierung vermieden worden. Es spricht also – unabhängig von der drohenden visuellen Beeinträchtigung des Welterbes – sehr vieles für die Beibehaltung und für den Ausbau des dezentralisierten Fährverkehrs statt eines "festen Übergangs".

Giulio Marano
Sprecher der Monitoring-Gruppe von ICOMOS, München, 23. Juli 2010

Hier weitere Stellungnahmen zur Rheinquerung:

PDF EuropaNostra_zuGutachten_ISB.pdf
 
PDF 100420ICOMOS_statement_VisualImpact.pdf
 
PDF 100419ICOMOS_statement_TrafficStudy.pdf